Ausgabe 10/2018

«Dräcksloch.» Ein Pilot der Swiss hat mit seiner Schimpftirade über die zeitweiligen Zustände am Flughafen Zürich erreicht, wovon Blogger, Twitterer und Möchtegern--Promis nur träumen können: Berühmtheit, um nicht zu sagen Kultstatus. Ihm gehörten, zumindest für ein paar Tage, die Sympathien der Öffentlichkeit. Denn der Pilot sprach in aller Deutlichkeit aus, worunter viele leiden: Verspätungen haben sich am Flughafen Zürich zu einem mittlerweile bemühenden Dauerzustand entwickelt. Zu Lasten der Fluggesellschaften, der Passagiere, des Flughafens, der Flugsicherung – und der Piloten. Einer von ihnen verschaffte nun seinem Ärger darüber Luft – und die «ganze Welt» erfuhr es. «Cool, ich mag den Kerl», lautet der Tenor in Kommentaren der Online-Medien; -einige wenige bezeichnen sein Verhalten als unprofessionell. Wie dem auch sei: Dem Pilotenberuf hat es nicht geschadet, im Gegenteil. Der Vorfall liess den Pilot für einmal in einem anderen Licht erscheinen, nämlich als ein Mensch, der auch mal -eine Regung zeigen darf.  

Dass der Pilotenberuf – ja generell Berufe in der Luftfahrt – nach wie vor hoch im Kurs sind, bewies der 2. Aviation Youth Congress der Stiftung Pro Aero und der Aerosuisse (Beitrag Seite 32). Auf die Ausschreibung hin meldeten sich sage und schreibe 380 Jugendliche. Rund 20 Unternehmen und -Organisationen präsentierten sich und ihre Angebote für eine Karriere in der Aviatik. Sie taten das ausgezeichnet, kompetent und kreativ. Das war Nach-wuchs-förderung von der besten Seite; interessant, emotional, umfassend, informativ und hervorragend organisiert. Weiter so! kann man da nur -sagen.

Gesucht sind auch immer wieder Fluglehrer. Dass diese Aufgabe überaus reizvoll ist, zeigt der Weiterbildungskurs des Motorflug-Verbandes der Schweiz für Fluglehrer (Seite 18). Während einiger Tage waren diese mit drei Flugzeugen im Ausland unterwegs und vertieften dabei unter anderem ihr flugtaktisches Wissen. Wissen, welches sie dereinst an ihre Flugschüler weitergeben werden. Wer weiss: Vielleicht sitzt dann einer der 380 Jugendlichen am Steuerknüppel.

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