AUSGABE 05/2019

Nachfolgendes konnte vor 20 Jahren im Jahresbericht des BAZL nachgelesen werden: «Das Jahr 1999 stand für die Sektion Flugausbildung des Bundesamts für Zivilluftfahrt im Zeichen einer harmonisierten Flugausbildung in Europa. Mit dem Inkrafttreten der Verordnung über die JAR-FCL-Lizenzen zum Führen von Flugzeugen und Hubschraubern (VJARFCL) vom 14. April 1999 begann für die Ausbildung von Flugzeug- und Helikopter-Piloten im eigentlichen Sinn ein neues Zeitalter.» Per 1. Juli 1999 wurden also alle Ausbildungseinrichtungen für Flugzeugpilotinnen und -piloten verpflichtet, die Ausbildung entsprechend den JAR-FCL-Vorgaben durchzuführen. Die damaligen Verantwortlichen der Flugschulen werden sich mit eher gemischten Gefühlen daran erinnern. Den Grund dafür hielt das BAZL im Jahresbericht gleich selber fest: «Diese anspruchsvollen Ziele machten nicht nur im BAZL, sondern auch in den Flugschulen massive Anstrengungen nötig. Flugschulen, die eine höhere Ausbildung anbieten wollten, mussten sich entsprechend neu organisieren. Die Strukturen, das Managementsystem, eine umfassende Qualitätssicherung sowie eine genaue Beschreibung der Schulprodukte mit detaillierten Lehrplänen usw. wurden erarbeitet und vom BAZL auf Vollständigkeit, Qualität und Eignung geprüft.» Etwa ab Mitte 2000 konnten die ersten nach JAR-FCL ausgebildeten Flugschülerinnen und Flugschüler die ersten schweizerischen JAR- FCL-Pilotenlizenzen in Empfang nehmen. 6751. So viele gültige Privatpiloten-Ausweise wies die Statistik des BAZL vor 20 Jahren aus. Heute sind es noch knapp 5000 (PPL und LAPL(A)). Bei den Segelflugpiloten sieht es ähnlich aus: Waren es 1999 noch 3181 Ausweise, so hat sich diese Zahl in den letzten 20 Jahren auf 2100 (SPL und LAPL(S)) reduziert. Über die Gründe, die zu diesen Rückgängen geführt haben, will ich mich an dieser Stelle nicht äussern. Auch nicht darüber, was in den letzten 20 Jahren an immer neuen Regulierungen über die Luftfahrt hereingebrochen ist und wie sich diese auf die Sicherheit ausgewirkt haben (siehe Bericht zum Annual Safety Report des BAZL auf Seite 14). Vieles hat sich in den vergangenen 20 Jahren geändert. Geblieben ist die Faszination des Fliegens.

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