AUSGABE 06/2019

Die Flugsaison ist in vollem Gange. Zahlreiche flugsportliche Wettbewerbe haben bereits stattgefunden, teilweise unter misslichen Wetterbedingungen. Von sonnigen und warmen Tagen profitierten die Veranstalter der Schweizermeisterschaft Heissluftballon, des Heliweekends und der Tage der Öffentlichkeit auf dem Militärflugplatz Emmen. Tausende Besucherinnen und Besucher haben dieses Jahr schon Flugveranstaltungen besucht, was beweist, dass das Interesse und die Faszination an der Fliegerei noch nicht erloschen ist. Farbenfroh sind die Impressionen dieser Anlässe. Schwarz-weiss sind die Bilder im Porträt des Flugpioniers Oskar Bider, der am 7. Juli 1919, nach einer fröhlichen Nacht unter Freunden, tödlich verunglückte. Bider feierte den Abschied von den Fliegertruppen und den Übertritt in die Zivilluftfahrt, welche in der Schweiz gerade eben ihren Anfang nahm. Auch heuer wird vom 6. auf den 7. Juli gefeiert – am «Züri Fäscht». Noch stehen auf dem Programm des grossen Volksfestes Feuerwerke und verschiedene Flugvorführungen. Diese beiden Elemente würden, so der Veranstalter, lediglich 0,2 Prozent der Gesamtemissionen des Festes verursachen. Andere Städte, die den Klimanotstand ebenfalls ausgerufen haben, wollen künftig auf Feuerwerke verzichten. Stattdessen denkt man über Laser- und Drohnenshows nach. Ob diese den Gänsehaut-Effekt des Überflugs einer Kunstflugstaffel ersetzen? Schliesslich sind es noch immer vornehmlich die dynamischen Vorstellungen von kräftigen Militärjets oder Kunstflugformationen, welche Massen an die Veranstaltungen locken. Mit welchen Schwierigkeiten sich die Piloten der Leichtaviatik konfrontiert sehen, bekommen die Besucher von Flugshows nicht mit. Während sie sich an den Darbietungen am Himmel freuen, wehren sich Piloten für die Erhaltung ihrer Lufträume und für die Beibehaltung der Mehrsprachigkeit. Wenn Sie, liebe Leserinnen und Leser, diese Ausgabe in den Händen halten, könnten einige dieser Piloten zu Zuschauern degradiert worden sein – mitten in der Flugsaison. Dann nämlich, wenn die Umsetzung von «English Only» am 20. Juni tatsächlich in Kraft getreten ist.

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